The winner takes ist all? – Was machen mit Macht?
Kritisches Weiß-Sein und Powersharing
Es geht um kritisches Weißsein als System von Privilegien und das Teilen von gesellschaftlicher Macht. Anhand einer Arbeitsdefinition zu Rassismus wird Weißsein kritisch reflektiert und über den Einfluss von Rassismus und Weißsein besonders in der Sozialen Arbeit gesprochen. Am Bespiel des Phänomens „weisse Kompliz:innenschaft“ werden Bereiche identifiziert, in denen eine vertiefte rassistische Haltung in der Sozialen Arbeit wirksam ist. Um diese Strukturen aufzubrechen, wird das Konzept von Powersharing und Empowerment gemeinsam in Gruppenarbeit reflektiert und visualisiert. Ausblickend können mögliche Aushandlungsfelder von Powersharing als Handlungsoption und Veränderungsprozesse in der eigenen Organisation mitgenommen werden.
Workshop-Leitung: Sabrina Rahimi, Sozialarbeiterin, Rassismuskritische Trainerin, Empowerment Trainerin, www.sabrinarahimi.com
Seminar in der Reihe EmPOWERment for all – Mach Dich stark! Empowerment und Antidiskriminierung
Wer von Diskriminierung betroffen ist, soll sich dagegen stark machen können. Vernetzung, Engagement und „Powersharing“ (Macht teilen) sind bspw. Aspekte der Selbststärkung für die eigene „Gruppe“ / Community.
Empowerment bedeutet nicht nur Selbstermächtigung, sondern auch Kampf gegen Diskriminierung auf individueller und struktureller Ebene. Es bedeutet, einen geschützten Raum zu haben, in dem mensch sich mit diskriminierenden Erfahrungen auseinandersetzen und austauschen kann, ohne dass eigene Rassismuserfahrungen angezweifelt oder verleugnet werden. Empowerment bedeutet Powersharing, die Bereitschaft also von Menschen ohne Rassismuserfahrungen, ihre Privilegien zu teilen, um Diskriminierung entgegenzuwirken und bestehende Machtstrukturen zu verändern. Dies gilt bspw. für die stärkere Einbindung von Klienten:innen in die Organisation von kleineren Projekten und Angeboten der Sozialarbeit.
Die Reihe stellt alle Vielfaltsbereiche mit ihren Bedarfen und ihren Diskriminierungsgefahren dar und ihren Möglichkeiten, durch Stärkung und inklusive Haltung besser vor Diskriminierung und Vorurteilen geschützt zu werden.
Diese Seminare richten sich an alle grundsätzlich Interessierten, besonders an Fachkräfte, Ehrenamtliche, Multiplikator:innen, Akteur:innen in der Sozialarbeit, im Bildungsbereich, in sozialen und kreativen Projekten. Die Teilnahme an allen Seminaren ist kostenlos.
Die Anmeldung ist ab sofort möglich mit einer kurzen E-Mail mit Namen, Arbeitsfeld, ggfs. Träger oder dergleichen an anmeldung@ibas.berlin
Die Reihe wird gefördert vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge
Teilnahme kostenlos nach Anmeldung an anmeldung@ibas.berlin
Prinzenstraße 84.1 OG 5
- 23.02.2023 10:00 – 17:00 Uhr