IBAS
08.11.2022
10:00 Uhr

Empowerment und Partizipation in der Kinder- und Jugendhilfe

Seminar

Empowerment und Antidiskriminierung 

Wer von Diskriminierung betroffen ist, soll sich dagegen stark machen können. Vernetzung, Engagement und „Powersharing“ (Macht teilen) sind bspw. Aspekte der Selbststärkung für die eigene „Gruppe“ / Community. 
Empowerment bedeutet nicht nur Selbstermächtigung, sondern auch Kampf gegen Diskriminierung auf individueller und struktureller Ebene. Es bedeutet, einen geschützten Raum zu haben, in dem mensch sich mit diskriminierenden Erfahrungen auseinandersetzen und austauschen kann, ohne dass eigene Rassismuserfahrungen angezweifelt oder verleugnet werden. Empowerment bedeutet Powersharing, die Bereitschaft also von Menschen ohne Rassismuserfahrungen, ihre Privilegien zu teilen, um Diskriminierung entgegen­zuwirken und bestehende Machtstrukturen zu verändern. Dies gilt bspw. für die stärkere Einbindung von Klienten*innen in die Organisation von kleineren Projekten und Angeboten der Sozialarbeit.
Die Reihe stellt alle Vielfaltsbereiche mit ihren Bedarfen und ihren Diskriminierungs­gefahren dar und ihren Möglichkeiten, durch Stärkung und inklusive Haltung besser vor Diskriminierung und Vorurteilen geschützt zu werden.
Diese Seminare richten sich an alle grundsätzlich Interessierten, besonders an Fachkräfte, Ehrenamtliche, Multiplikator*innen, Akteur*innen in der Sozialarbeit, im Bildungsbereich, in sozialen und kreativen Projekten.
Die Teilnahme an allen Seminaren ist kostenlos.
Die Anmeldung ist ab sofort möglich mit einer kurzen E-Mail mit Namen, Arbeitsfeld, ggfs. Träger oder dergleichen an anmeldung@ibas.berlin


Präsenzseminar
Dienstag, 08. November 2022, 10.00 – 17.00 Uhr
Einführung in die Reihe: „Empowerment macht stark“
Empowerment und Partizipation in der Kinder- und Jugendhilfe


Wie kann das gehen? Räume und Strukturen nachhaltig gestalten.
Was Selbstwirksamkeit bedeutet und wie wichtig sie ist, um selbst zufrieden zu sein, ist ein Schwerpunkt des Seminars. Nach einem historischen Einblick wird das Konzept des Empowerment näher beleuchtet. Was ist wirklich (Self-)Empowerment? Wer kann wen empowern? Wie können Safer Spaces kreiert werden, um empowernde Strukturen in der Arbeit mit Klient*innen aufzubauen und nachhaltig zu gestalten? Im Workshop werden Praxisbeispiele aus der Kinder- und Jugendhilfe vorgestellt, zudem werden Elemente und Methoden der Empowerment-, Partizipations- und Selbst­organisierungsarbeit präsentiert. Der Workshop lädt dazu ein, sich über Empowerment als Chance in der Kinder- und auszutauschen und Partizipation als Grundlage für Empowerment und Selbstorganisierung zu verstehen.
Es wird auch klar, wie man Selbstwirksamkeit in der Sozialarbeit, in der Beratung, in der Assistenz anderer stärken und fördern kann: „Nur kleine Hilfen geben“, „Freiraum zum Ausprobieren lassen“ statt „Aufgaben für die anderen komplett selbst übernehmen und FÜR SIE erledigen“. 
Referierender / Workshopleitung: Mohammed Jouni, Sozialarbeiter, Mitbegründer der Selbstorganisation „Jugendliche Ohne Grenzen", Vorstand des BumFs für die Rechte Geflüchteter, Schwerpunkte als Bildungsreferent: Antidiskriminierung, Antirassismus, Empowerment, Flucht und Migration

Infos

kostenlos nach Anmeldung an anmeldung@ibas.berlin

Weitere Termine
  • 08.11.2022 10:00 Uhr