David Weiss. Kushti Bok
„Kushti Bok“ ist ein Gruß der Englischen Romani-Traveller in ihrer Sprache, dem Anglo-Romani. Er wünscht dem Gegenüber „Guten Hunger“, auch im übertragenen Sinne. Der deutsche Künstler David Weiss bedient sich dieses Ausspruchs, denn was könnte seine Kunst besser beschreiben, mit dem ihm eigenen Interesse an unterschiedlichsten Kulturen und Begebenheiten und auch seinem Hunger nach Leben; was könnte man angesichts aktueller Schwärze seinem Gegenüber wünschen, als den darin liegenden Optimismus und die Hoffnung darauf, dass dieser Hunger dann auch gestillt werden möge.
David Weiss ist nicht nur Künstler der aktuellen Ausstellung No a las máquinas, die die soziologischen und ökologischen Auswirkungen industrieller, „apokalyptischer“ Landwirtschaft zum Thema hat, sondern zugleich Agrarwissenschaftler, der sich insbesondere mit Agrarökologie beschäftigt. In einem Gespräch mit Moritz Pankok, dem künstlerischen Leiter der Stiftung Kai Dikhas und Ko-Kurator der Ausstellung, gibt der Künstler Einblick in seine Arbeitsweise, seine vielschichtigen Inspirationsquellen und seinen oftmals humorvollen und kreativen Umgang mit unserer Gegenwart - kurzum, seinem Hunger auf neue Kunst.
Eintritt frei
Prinzenstraße 84.2 EG (via Oranienstraße)
Zugang zum Kunstraum Dikhas Dur durch den Ausstellungsraum im EG
- 15.10.2025 19:00 Uhr