drei Frauen am Arbeitstisch mit Papier und Laptop
IBAS Weiterbildungs-Zentrum
09.03.2023
10:00 - 17:00 Uhr

Vorurteilsbewusstsein in der sozialen Arbeit und im sozialen Engagement

seminar

Termin muss leider verschoben werden, neue Ankündigung folgt

Jeder Mensch ist einzigartig: In der Art, wie er gut lernt, wen er liebt, welche Sprache(n) er spricht, mit seinen Interessen, Fähigkeiten, Vorlieben und Abneigungen, mit seinen Erfahrungen mit Migration, Ausgrenzung, mit Privilegien und Benachteiligung… Dabei hat jede:r das gleiche Recht auf Bildung und Teilhabe. Bildungsgerechtigkeit und Teilhabe zu realisieren, das ist jedoch eine große Herausforderung. Aufgrund der unterschiedlichen Lebensverhältnisse und Voraussetzungen haben Menschen ganz unterschiedliche Zugänge zu materiellen und kulturellen Ressourcen, stoßen an Barrieren oder rennen offene Türen ein. Vorurteilsbewusstsein und daran orientiertes Handeln ist ein Ansatz, um in der sozialen Arbeit mit Klienten:innen der Vielfalt, die jede:r von uns mitbringt, wertschätzend zu begegnen und Ausgrenzung wahrzunehmen und entgegenzutreten. Die Fortbildung führt ein in Grundlagen, Ziele, Prinzipien und Praxis dieses Ansatzes. Es geht um die Sensibilisierung für Einseitigkeiten und Diskriminierung im eigenen Arbeitsfeld, unterstützt mit Übungen zur Selbst- und Praxisreflexion. 

Workshop-Leitung: Andrea Rösner, Fachberaterin im Bundesprogramm Sprach-Kitas und freiberufliche Referentin der Fachstelle Kinderwelten im ISTA für den Ansatz der Vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung

Seminar in der Reihe EmPOWERment for all – Mach Dich stark! Empowerment und Antidiskriminierung 

Wer von Diskriminierung betroffen ist, soll sich dagegen stark machen können. Vernetzung, Engagement und „Powersharing“ (Macht teilen) sind bspw. Aspekte der Selbststärkung für die eigene „Gruppe“ / Community. 
Empowerment bedeutet nicht nur Selbstermächtigung, sondern auch Kampf gegen Diskriminierung auf individueller und struktureller Ebene. Es bedeutet, einen geschützten Raum zu haben, in dem mensch sich mit diskriminierenden Erfahrungen auseinandersetzen und austauschen kann, ohne dass eigene Rassismuserfahrungen angezweifelt oder verleugnet werden. Empowerment bedeutet Powersharing, die Bereitschaft also von Menschen ohne Rassismuserfahrungen, ihre Privilegien zu teilen, um Diskriminierung entgegen­zuwirken und bestehende Machtstrukturen zu verändern. Dies gilt bspw. für die stärkere Einbindung von Klienten:innen in die Organisation von kleineren Projekten und Angeboten der Sozialarbeit.
Die Reihe stellt alle Vielfaltsbereiche mit ihren Bedarfen und ihren Diskriminierungs­gefahren dar und ihren Möglichkeiten, durch Stärkung und inklusive Haltung besser vor Diskriminierung und Vorurteilen geschützt zu werden.

Diese Seminare richten sich an alle grundsätzlich Interessierten, besonders an Fachkräfte, Ehrenamtliche, Multiplikator:innen, Akteur:innen in der Sozialarbeit, im Bildungsbereich, in sozialen und kreativen Projekten. Die Teilnahme an allen Seminaren ist kostenlos.
Die Anmeldung ist ab sofort möglich mit einer kurzen E-Mail mit Namen, Arbeitsfeld, ggfs. Träger oder dergleichen an anmeldung@ibas.berlin

Die Reihe wird gefördert vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

 

Infos

Teilnahme kostenlos nach Anmeldung an anmeldung@ibas.berlin

Weitere Termine
  • 09.03.2023 10:00 – 17:00 Uhr