Días de Ira - Tage des Zorns: Helios Gómez kehrt zurück nach Berlin

Ausstellung

DÍAS DE IRA . TAGE DES ZORNS: HELIOS GÓMEZ KEHRT ZURÜCK NACH BERLIN

Öffnungszeiten Donnerstag-Samstag 16:00-19:00 Uhr

„In diesen dramatischen Tagen, die die Welt erschüttern, muss der Künstler mit seinem Volk lachen und weinen…” Federico García Lorca

Das Datum einer Ausstellung, die uns viel bedeutet, rückt langsam näher: am 16. Juni 2022 wird die Vernissage von der Ausstellung „Días de Ira . Tage des Zorns: Helios Gómez kehrt zurück nach Berlin“ in unserer Galerie der Stiftung Kai Dikhas am Moritzplatz stattfinden.

Das Werk von Helios Gómez (1905-1956), einem bedeutenden Vertreter der künstlerischen Avantgarde Europas des frühen 20. Jahrhunderts, ist hierzulande wenig bekannt, dabei bestehen wichtige Bezüge nach Berlin. Helios Gómez wurde von der Diktatur in Spanien verfolgt und ging 1927 ins Exil. Er stellte in Paris aus, wurde aber bei einer Demonstration gegen die Hinrichtung von Sacco und Vanzetti verhaftet und aus Frankreich ausgewiesen. Er reist durch Brüssel, Wien und Moskau und kommt im Winter 1928/29 nach Berlin. Da lebt er im Kreis der ARBKD Assoziation revolutionärer bildender Künstler, wo er Beziehungen zur Dada-Gruppe und den Konstruktivisten knüpft und sich dem europäischen Netzwerk von Künstlern anschließt, die sich dem sozialen Kampf und dem Antifaschismus verschrieben haben. Helios ist außerdem mit seiner Berliner Freundin, der Fotografin und Kommunistin Irene (genannt Ira) Weber, mit der die Stadt entdeckt. 1930 veröffentlicht die Anarchistische International Workers Association (IWA) in Berlin sein erstes großes Meisterwerk: „Días de Ira (Tage des Zorns)", das sicher nicht zufällig mit dem Namen seiner Freundin spielt und wo in diesem präsentiert Gómez sich explizit als Roma (Gitano).

Mit der Ausstellung wird „Días de Ira“ zum ersten Mal nach über 90 Jahren in Berlin präsentiert. Es stellen sich gerade mit Blick auf die aktuelle politische Roma Kunst Bewegung heute, die in der Stadt Berlin ein Epizentrum ihrer Aktivitäten hat, aber auch auf die derzeitige politische Situation aktuelle Bezüge dar.

Die Ausstellung wird im Laufe des Jahres von Vorträgen, einer weiteren Ausstellung des Künstlers Manolo Gómez im ERIAC im September 2022, sowie der Veröffentlichung eines Kataloges, „Helios Gómez . Die Ästhetik der Revolution“ (Erscheinungstermin September 2022 in der Edition Braus) begleitet. Auftakt des Projektes war die Enthüllung des Wandbildes des katalanischen Graffiti-Künstlers Conseart am 8. April im Oranienhof des Aufbau Hauses, was nun dort permanent zu bewundern ist.

Kuratiert von Álvaro Garreaud und Moritz Pankok

Ein Projekt von Moritz Pankok und Álvaro Garreaud in Zusammenarbeit mit der Stiftung Kai Dikhas, dem ERIAC European Roma Institute for Arts and Culture, dem Dokumentationszentrum Deutscher Sinti und Roma und dem Instituto Cervantes. Gefördert vom HKF Hauptstadtkulturfonds, IMPACT und der Stiftung Kai Dikhas

Vernissage: 16. Juni 2022 - 19:00 Uhr 

Abb.: Helios Gómez, Iberia (aus der Mappe Dias de Ira, Tusche auf Papier, Berlin 1930)

Termine

Fr 17.06.2022 | 16:00 Uhr bis Sa 29.10.2022 | 19:00 Uhr
Eintritt: 
frei